Stadt Pocking

ÖDP beantragt Einrichtung eines Öko-Quartiers in der Innenstadt von Pocking


Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Pockingerinnen und Pockinger,

die ÖDP beantragt, in der Innenstadt Pockings ein „Öko-Quartier“ einzurichten. Die ÖDP würde darin eine Vorarbeit hinsichtlich eines Ziels sehen, das sich aus der momentan in Arbeit befindlichen Fortschreibung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) wohl ergeben wird. Der Hauptausschuss des Stadtrates beschloss daher, dass man diese Ideen bereits jetzt der Bevölkerung vorstellt und zur Mitwirkung aufruft.

1. Im gerade entstehenden ISEK könnte als Ziel formuliert sein, die Stadtmitte als multifunktionales Zentrum, Treffpunkt und Aufenthaltsbereich der Stadt Pocking zu entwickeln und zu positionieren. Das Projekt „Öko-Quartier“ soll laut ÖDP hierfür der Anfang sein. Der endgültige Name des Projekts soll später von den Akteuren im Zuge einer Bürgerbeteiligung festgelegt werden.

2. Der Grundstock des Zentrums sollte ein regionaler „Supermarkt“ sein, der landwirtschaftliche Produkte aus Pocking und Umgebung anbieten könnte. Von personallosen Ständen mit abgepackten Kartoffeln (mit Bezahlbüchse) oder Eier-/Honig-Automaten bis hin zu Verkaufsständen und Abteilungen mit Personal kann sich die ÖDP hierbei alles vorstellen.
Die bestehenden Hofläden oder Werksverkäufe im Umland könnten hier telefonisch bestellte Produkte zentral anliefern, Besteller könnten diese abholen. Dabei ist von Saisonprodukten bis hin zu ganzjährig Angebotenem, ob ökologisch oder konventionell, alles denkbar. Den Zugang kann sich die ÖDP mit registrierten Kundenkarten vorstellen, ebenso ein zentrales Verkaufsteam. Laut ÖDP sollen hier nur Rott- und Inntaler Produkte angeboten werden, somit würde man darin nur eine Ergänzung des bestehenden Wochenmarktes und der Bioläden im Ort sehen. Wichtig ist der ÖDP, dass Pockinger Bürger/innen hier fußläufig „alle regionalen Produkte erhalten, ohne mit dem Pkw durch den Landkreis zu fahren.“

3. Zusätzlich kann sich die ÖDP ökologisch sinnvolle Angebote wie zum Beispiel unverpackte Produkte, Second-Hand-Waren, eine Ausleihstation, Geschenkt- oder Tauschbörsen für alle möglichen Haushaltsgeräte und Spielsachen vorstellen. Auch regelmäßige Repaircafes oder Upcycling-Workshops sollen dazugehören. Jeder Interessierte soll hier die Möglichkeit haben, seine Ideen und Vorschläge einzubringen und umzusetzen.

4. Ein weiterer Hauptbestandteil sollte die Gastronomie sein. Diese sollte sich an das regionale und ökologische Grundprinzip „Slowfood“ halten und möglichst auch Produkte aus der Region an-bieten. Dieser Bereich sollte offen gestaltet und ein Treffpunkt für Jung und Alt werden. Hier sollten auch Treffen für Freizeit, Spiele und kleinere Veranstaltungen zu allen Jahreszeiten möglich sein. Dazu würde auch ein Informationsbereich mit öffentlichen Internetplätzen gehören, ebenfalls könnte noch ein Co-Working-Bereich oder weitere Workshops organisiert werden.

Sie, liebe Landwirte, Unternehmer und aktive Bürger/innen sollen sich nun bis spätestens
15. Mai 2021 melden, wenn Sie hier Produkte anbieten bzw. sich engagieren und mitarbeiten wollen. Mit den gewonnenen Daten kann der ungefähre Platz- und Ausstattungsbedarf des „Öko-Quartiers“ festgestellt und mit möglichen Mietobjekten (Innenstadt-Leerstände) abgeglichen werden. Alle Rückmelder werden zu einem Lenkungstreffen eingeladen, in dem die Vorhaben konkretisiert werden.
Hier finden Sie den Meldebogen, wenn Sie beim Pockinger "Öko-Quartier" mitmachen wollen


Meldebogen