Stadt Pocking

 

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Archäologie in Ostbayern - Museen im Verbund

Bei dem Stichwort Archäologie haben viele die mediterrane Ruinenromantik vor Augen. Aber auch in unserer Region ist die Archäologie bei der Erforschung der Vergangenheit aktiv. Ergebnisse dieser heimischen Ausgrabungen werden in einer großen Zahl regionaler Museen präsentiert. Für nicht Ortskundige blieben diese meist kommunalen Einrichtungen in kleineren Städten und Gemeinden vielfach unbekannt.

Im Bemühen, über ihre Region hinaus bekannt zu werden, hatten sich bereits im Sommer 2001 sechs Museen, die sich ganz oder in einzelnen Abteilungen der Archäologie im ostbayerischen Raum widmen, zu einem Verbund zusammengefunden: das Niederbayerische Archäologiemuseum Landau, das Keltendorf Gabreta, die Museen der Stadt Deggendorf, das Museum Quintana  Archäologie in Künzing, das Römer Museum Kastell Boiotro in Passau und das Ziegel- und Kalkmuseum Flintsbach. Für den vor allem als Werbegemeinschaft gedachten Verbund wurde eine gemeinsame Homepage erstellt:

www.archaeologie-in-ostbayern.de

Seit dem Frühjahr 2008 ist nun dieser Verbund um drei Museen erweitert. Neu dazugekommen sind: das Gäubodenmuseum Straubing, das Archäologische Museum der Stadt Kelheim, das Archäologische Museum - Drehscheibe Pocking.

Freunde der niederbayerischen Archäologie haben es nun sehr leicht, sich über das Angebot in den einzelnen Museen zu informieren: Die übersichtlich und ansprechend gestaltete Homepage stellt jedes Museum mit einem knappen Text und zwei Bildern für den ersten Eindruck vor. Zudem gibt es jeweils Links zu den Museumshomepages, den aktuellen Sonderausstellungen sowie zu Öffnungszeiten und Lageplan.

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Für den krönenden Abschluss der Schau sorgen die Bajuwaren durch reiche Grabbeigaben aus Pocking-Schlupfing und einer wissenschaftlich nachgewiesenen Trachtenrekonstruktion.

Nach dem Rückzug Roms kamen Ende des 5. Jahrhunderts n. Chr. verschiedene germanische Stämme ins Land, die neue Ansiedlungen errichteten und zur Entstehung des Bajuwarenstammes beitrugen.

Die wichtigsten archäologischen Quellen für jene Zeit sind die Friedhöfe.

Im Pockinger Stadtgebiet wurden zwei große Reihengräberfelder in Hartkirchen-Inzing bzw. Schlupfing entdeckt.

Die reichhaltigen Beigaben der Bestattungen geben wichtige Informationen zum damaligem Leben.


 

 

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Eine zentrale Rolle in dieser Darbietung spielen die römischen Bewohner der mittelkaiserzeitlichen Straßensiedlung, die sich hauptsächlich der Töpferei und dem Handel widmeten. Den Blickfang für diesen Geschichtsabschnitt leistet ein großes Wandgemälde, wo das einfache Leben im Passauer Limeshinterland vorgestellt wird.

Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. gründeten römische Siedler eine kleine Straßensiedlung (vicus) in der Pockinger Heide. Die Siedlung, etwa im Bereich der heutigen Indlinger Straße, bestand aus fachwerkähnlichen Holzhäusern. Ihre Bewohner waren vorwiegend Handwerker und Händler, die aus verschiedenen Teilen des Römischen Reiches kamen.

Das wichtigste örtliche Handwerk war die Töpferei. In den runden Kuppelöfen wurden verschiedenste Tongefäße gebrannt. Um 259/260 n. Chr. zerstörten plündernde Alemannen die Siedlung. Münzfunde aus dem 4. Jhd. n. Chr. belegen jedoch den Fortgang der hiesigen Siedlungsgeschichte.

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Die Kelten haben als erstes Volk die Landschaft am Unteren Inn wesentlich geprägt und hinterließen in dieser Gegend mehrere Schanzenanlagen.

Das benachbarte Hügelland war bereits seit der Jungsteinzeit dauerhaft besiedelt.

Die bewaldeten Innauen hingegen wurden erst in der späten Bronzezeit in Anspruch genommen.

Um die Mitte des 1. Jahrtausends v. Chr. siedelten die Kelten in der Pockinger Heide und errichteten hier mehrere ihrer geheimnisvollen Viereckschanzen. 1996 konnte bei Ausgrabungen in Pocking-Hartkirchen eine der größten Keltenschanzen Bayerns exemplarisch dokumentiert und als Idealrekonstruktion wiederhergestellt werden.

Daraus wurde exklusiv für die Ausstellung "Drehscheibe Pocking" ein 3D-Animationsfilm kreiert. Video auf YouTube -->